Flucht nach Ägypten

                                                                                  Holzschnitzer Peter Staffler - Holzschnitzerei - Krippen - Krippenfiguren

Sammellkrippen


 







 

SAMMELKRIPPEN

Entstehung, Entwicklung und Verbreitung der Krippe

Über das Datum der Entstehung der Krippe wissen wir so gut wie gar nichts. Wie bei fast allem, was aus dem Volke stammt, hat sich auch die
Krippe aus verschiedenen Wurzeln entwickelt. Da sind einmal die Mosaiken und Malereien auf italienischem Gebiet, die sich bereits ab dem 2.
Jahrhundert des Themas der Geburt Christi angenommen haben. Dieses Thema wurde von anderen Ländern des Mittelmeerraumes aufgegriffen,
wobei es aber zunächst bei zweidimensionalen Darstellungen blieb. Sehr viel später erst nahm sich die Plastik des Themas an und stellte die
Geburtsgruppe in Reliefform mit meist sehr großen Figuren dar. Aus dieser entwickelte sich nach und nach die heutige Form der Krippe mit
beweglichen, das heißt, verschiebbaren Figuren.

Bis ins 16. Jahrhundert hinein haben wir keine Kunde über das Auftreten von Hauskrippen. Und auch dann setzt sie erst zögernd ein.
Hauskrippen waren zunächst ein Vorrecht des Adels. Erst im 17. Jahrhundert wurden sie volkstümlich.Der große Durchbruch erfolgte aber
einerseits nach den kirchenfeindlichen Erlässen Kaiser Josephs II., also nach 1785, Erlässen, die das Aufstellen von Krippen in Kirchen und
Klöstern gänzlich untersagten. Zu dieser Zeit aber hatte sich das Volk bereits an den frommen Brauch der Krippendarstellungen gewöhnt, so daß
es nicht mehr darauf verzichten wollte. Man entfernte die Krippen zwar aus der Kirche, stellte sie aber in einem benachbarten Haus oder Hof
wieder auf, was von den Obrigkeiten sowohl Frankreichs als auch des Habsburgerreiches nicht im mindesten vorhergesehen war.

Bald erwiesen sich die Figuren der Kirchenkrippen als zu groß für die Bauern- und Bürgerhaushalte. Außerdem kam der Wunsch auf, statt der
wenigen lieber mehr Figuren einzusetzen, um so eine möglichst ausführliche Darstellung der Geburt Christi zu erzielen, die nicht nur die heilige
Familie umfassen sollte, sondern daneben noch das Feld der Hirten und den Aufzug der drei Weisen aus dem Morgenland. In den Ländern mit
großem Wald- und Holzvorrat, wo die Holzschnitzerei beheimatet war, begann man, wesentlich kleinere Krippenfiguren aus Holz zu schnitzen
und diese farbig zu fassen. Was die die Figuren umgebende Landschaft und die darin vorhandenen Architekturstücke anbelangt, so setzte ebenfalls am Endes 18. Jahrhunderts mit der Popularisierung der Krippe eine stürmische Weiterentwicklung ein. Hatte man ursprünglich das
Geschehen in eine Landschaft gesetzt, wie man sie in Bethlehem vermutete, so verspürten Jahrzehnte später viele Krippenbauer verstärkt den Wunsch, das biblische Ereignis in der Tracht ihrer jeweiligen Heimat zu zeigen. So entstanden sehr eigenständige Krippen mit spezifischen
regionalen Eigenheiten.

Heute gibt es weltweit Verbände von Krippenfreunden. Und überall, wo sich diese Verbände etabliert haben, lebt auch der Krippengedanke weiter und bringt neue kunsthandwerkliche Leistungen hervor.
Alle Krippen aus der Werkstatt Peter Staffler - Grödner Holzschnitzer sind Sammelkrippen. Die Krippenteile können einzeln, nach und nach erworben werden. Die Werkstätte garantiert für die Kontinuität der Produktion, sodaß der Sammler sicher sein kann, auch noch nach Jahren seine Sammlung mit originalgetreuen Figuren erweitern zu können.

 

 


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Holzschnitzer Katalog  Seite 143  Sammelkrippen
 
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