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Madonnen
Die Geschichte der Mariendarstellungen in der Skulptur ist
gleichbedeutend mit der Frömmigkeitsgeschichte und dem
künstlerischen
und handwerklichen Entwicklungsstand
der jeweiligen Epoche.
Beginnend mit den vorromanischen Werken, in denen die
Erinnerung an heidnische Muttergottheiten noch anklingt,
über das
12. Jahrhundert, die sog. Hochromanik, bis hin zur Gotik,
dem „marianischen Zeitalter“ verschmelzen Mutter und Kind
formal und geistig immer mehr zur Einheit.
Etwa um 1400 entsteht der Typus der „Schönen Madonna“, den
W. Pinder wie folgt beschreibt: „... von unüberbietbarer
Feinheit und Holdheit, zierlich im Maßstabe, reich in der
Form, juwelenhaft in der Bemalung.“
Mit Einsetzen der Reformation und des Bildersturms 1531
mußten viele große Bildhauer
das Land verlassen, oder sich neuen Aufgaben zuwenden. |
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