|
|
Die Tradition der
Holzskulptur entstand in Gröden um 1600, als die Bauern begannen, an den
langen Winterabenden in ihren Stuben erst Spielzeug und dann auch
künstlerische
Arbeiten für den Verkauf auf den
Frühjahrsmärkten herzustellen.
Heute lassen fähige Handwerker diese alte Tradition wieder aufleben in
den Objekten, die, aus der Geschichte gewachsen, dem
Feingefühl zeitgemäßen
Geschmacks entsprechen.
Das Holz wird am Lagerplatz für die zu
schnitzende Figur ausgesucht. Dann wird es in der Werkstätte
geschnitten, zusammengestellt
und verleimt. |
|
Nachdem der Block auf die grobe Kontur der späteren Figur zugeschnitten
wurde, beginnt die Detailarbeit des Holzschnitzers.
Bei Skulpturen, von denen eine größere Stückzahl hergestellt werden
soll, fertigt der Bildhauer erst einen groben Entwurf aus Ton, den
sogenannten „Bozetto“ an. Nach
dieser Vorlage wird nun die Holzskulptur geschnitzt, das sogenannte
„Grundmodell“.
Dieses Modell wird in Bronze gegossen, um dann vervielfältigt zu werden.
Die auf die Größe des Grundmodelles zugeschnittenen
Holzklötze werden vom fachkundigen
Handwerker mit dem Pantografen vorgefrässt.
Somit entstehen die Rohlinge, die nun Stück |
|

Das Holzlager
für Stück von Hand nachgeschnitzt werden.
Den letzten Schliff gibt der Holzfigur die
Dekoration. Die Skulpturen werden von
Hand bis ins letzte Detail genauestens
bemalt.
Die benutzten Farben variieren von Figur
zu Figur: jedes Stück, das die Hände der
Faßmalerin verläßt, ist daher als Einzelstück zu betrachten.
Das Fassen ist ebenso wie das Vergolden ein eigener Beruf, der viel
Talent, Fleiß und eine lange Lehrzeit voraussetzt. |
|